Lara Weiler: farbenfrohe „Alltagshelden“

Die junge Luxemburger Künstlerin Lara Weiler zeigt in der viel beachteten Ausstellung „Von Stoff und Körpern“ im KVFM e.V. in Frankfurt eine Auswahl neu entstandener Bilder. Als „Alltagshelden“ bezeichnet sie ihre Art Porträts. Kleidungsstücke und modische Accessoires meist von Freunden arrangiert Weiler zuerst, dann bringt sie die Gebrauchsgegenstände präzise und farbintensiv aufs Papier und abschließend auf die Leinwand.

„Von Stoff und Körpern“- Vernissageabend

Die Ausstellung „Stoff und Körper“ vereint drei künstlerische Positionen (Arbeiten von Caroline Froissart, Lara Weiler, Gabrielle Zimmermann), die sich mit gesellschaftlichen Rollenbildern, mit Fragen nach Genderkategorien und materiellen Spuren des Alltags auseinandersetzen. Im Zentrum steht die Frage, wie Identität, Körper, Objekte und soziale Rollen miteinander verflochten sind.

Vorankündigung im Montez Lokal Express

„Künstlerinnen von 1989 bis heute“

Vortrag im Rahmen des Studium Generale am 4. Februar 2025 – Danken möchte ich meinem Publikum für die spannende Gesprächsrunde. Abb.: Mariko Mori: „Wave-UFO-interior-1999-2002-brainwave-interface-vision-dome-projector-computer-system-fiberglass“.

Friederike Walter

Hortense Pisano: Erst kürzlich haben wir uns in einer Ausstellung temporäre Behausungen angeschaut, die sich alle wohltuend vom Prinzip der üblichen vier feststehenden Wände abhoben. Räume, so hast du mir erzählt, haben dich stets fasziniert. Weshalb faszinieren dich ausgerechnet jene rein funktionalen, reduzierten Räume, wie etwa Fahrstühle, Schächte, Tiefgaragen, entleerte Zimmer und Raumfragmenten, die du malst?

Friederike Walter: Jeder Raum, der uns umgibt hat eine eigene Ausstrahlung – darauf achte ich und merke mir seine Beschaffenheit. Oft bewege ich mich auch in Gedanken durch Räume. Ich stelle mir vor, wie ich durch ein Haus gehe und mir dessen Zimmer ansehe. Ich suche diese imaginären Räumen und finde sie, um sie in Malerei umzusetzen.