
In der Reihe der Frankfurter „Ateliergespräche“ haben wir diesmal Moni Port in ihrem gemütlichen Atelier „soundso“ im Stadtteil Nordend besucht. Dort dient der Künstlerin, Illustratorin und Autorin ein einstiger Modeladen als Atelier. Das Pop-Art-Atelier mit dem originellen Namen „soundso“ fällt allein schon auf der Straße aufgrund seiner liebevollen Schaufenstergestaltung auf. Zur Winterzeit zieren jetzt gerade, als ein Gastbeitrag, Motive des Frankfurter Illustrators Philip Waechter das Schaufenster. Im Raum selbst gibt es dann jede Menge an Arbeiten der bekannten Illustratorin, Kinder- und Jugendbuch-Autorin sowie Gestalterin zu entdecken – vor allem ihre freien künstlerischen Druckarbeiten, darunter zahlreiche bunte Tierdrucke im typischen Moni Port-Stil, sind ein willkommener farblicher Kontrast an diesem Wintertag.

Zu Beginn ihres Umzugs, so erinnert sich Moni Port im Gespräch, sei es schon eine große Umstellung gewesen, vor Ort zu arbeiten und die Ladengalerie immer freitags auch dem Publikum für einige Stunden zu öffnen. Denn für Moni Port, die eigentlich, wie sie sagt, gerne im Stillen arbeitet, bedeutet dies während der Öffnungszeiten auch ihr Gesicht zu zeigen und nicht nur ihre Feder sprechen zu lassen. Das war während ihrer langjährigen Frankfurter Ateliergemeinschaft, im so genannten „Labor“, noch ein ganz anderes Arbeiten. Inzwischen ist Moni Port jedoch gut in ihrem Atelier angekommen und offenkundig fest in der Koselstraße integriert. So winken während unseres Besuchs immer mal Passanten durchs Schaufenster, einige kommen später auf einen Plausch in das kleine Atelier herein. Es sind jene Begegnungen, welche uns die Sozialen Netzwerk-Plattformen zumindest momentan noch nicht vermitteln und deshalb könnten genau diese für die Kulturbranche insgesamt eine Chance sein.
Im Laufe unseres Gesprächs erinnerte sich Moni Port noch einmal an ihre Anfänge, wie das alles ursprünglich begonnen hat, wie sie damals zu ihrem Beruf fand, wie ihre ersten erfolgreichen Cover für inzwischen Kultbücher entstanden sind und sie sich zur Illustratorin und schließlich auch zur Autorin wunderbarer Kinder- und Jugendbücher entwickelt hat, die sich gestalterisch und inhaltlich bis heute als erfrischend unkonventionell erweisen. Umgeben von Moni Ports bunten Druckarbeiten an den Wänden und den liebevoll gestalteten Büchern, die wir als Teil des Ateliergesprächs in den Händen hielten, ist eine tolle Stimmung entstanden. Ein Besuch bei Moni Port lohnt, davon haben wir uns im Gespräch mit ihr überzeugen können „soundso“.