Die Ausstellung „Stoff und Körper“ vereint drei künstlerische Positionen, die sich mit gesellschaftlichen Rollenbildern, mit Fragen nach Genderkategorien und materiellen Spuren des Alltags auseinandersetzen. Im Zentrum steht die Frage, wie Identität, Körper, Objekte und soziale Rollen miteinander verflochten sind.
Unter dem Titel Von Stoff und Körpern rückt die kommende Ausstellung im großen Raum des Kunstverein Familie Montez e.V. ausgewählte Arbeiten von drei Gegenwartskünstlerinnen in den Fokus.
Wir haben Moni Port vorige Woche in ihrem Studio „soundso“ im Frankfurter Nordend besucht. Seit rund fünf Jahren dient der Künstlerin ein einstiger Modeladen als Atelier und zugleich bietet die Pop-Up-Galerie Port die Möglichkeit, mit Besuchern persönlich in Kontakt zu kommen. Weshalb ein Besuch bei ihr lohnt.
Vortrag im Rahmen des Studium Generale am 4. Februar 2025 – Danken möchte ich meinem Publikum für die spannende Gesprächsrunde. Abb.: Mariko Mori: „Wave-UFO-interior-1999-2002-brainwave-interface-vision-dome-projector-computer-system-fiberglass“.
Hortense Pisano: Erst kürzlich haben wir uns in einer Ausstellung temporäre Behausungen angeschaut, die sich alle wohltuend vom Prinzip der üblichen vier feststehenden Wände abhoben. Räume, so hast du mir erzählt, haben dich stets fasziniert. Weshalb faszinieren dich ausgerechnet jene rein funktionalen, reduzierten Räume, wie etwa Fahrstühle, Schächte, Tiefgaragen, entleerte Zimmer und Raumfragmenten, die du malst?
Friederike Walter: Jeder Raum, der uns umgibt hat eine eigene Ausstrahlung – darauf achte ich und merke mir seine Beschaffenheit. Oft bewege ich mich auch in Gedanken durch Räume. Ich stelle mir vor, wie ich durch ein Haus gehe und mir dessen Zimmer ansehe. Ich suche diese imaginären Räumen und finde sie, um sie in Malerei umzusetzen.