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ÜBUNG ZUR „KUNSTKRITIK“

RICHARD SERRAS SKULPTUR „TORQUE“, UNIVERSITÄT-CAMPUS SAARBRUECKEN

Manch großes Kunstwerk entdeckt man erst so richtig auf den zweiten Blick. So erging es uns auch am Freitag auf dem Campus der Universität des Saarlandes in Saarbrücken. Im Rahmen des Praxis-Seminars „Übung zur Kunstkritik“ begaben sich die ambitionierten Master-Teilnehmer*innen auf Spurensuche nach Kunst am Bau-Projekten. Am Ende waren wir dann alle überrascht über die Vielzahl bis dahin unentdeckter Kunstwerke. Nehmen wir zunächst den vermutlich prominentesten Künstler, den Us-amerikanischen Bildhauer Richard Serra. An dessen Skulptur kommen Besucher des Uni-Campus nicht vorbei. Doch wer hat schon die Zeit vor Serras Skulptur zu verweilen?

Zugegeben: Von außen ähnelt er ja eher einer rostig abweisenden Trutzburg, Richard Serras zentral auf dem Campus platzierter „Torque“ (Abb. oben). Von innen überraschte uns dann die fast siebzehn Meter hohe Skulptur aus Stahlplatten durch eine ungeahnt sakrale Anmutung. Auf der Außenhaut der Skulptur entdecken wir zudem zahlreiche Graffiti – einige Besucher haben sich also doch der Skulptur auf ihre Weise angenähert. 

An allen Ecken Kunst auf dem Campus: Unter anderen in der Mensa – gestaltet wurde die Beton-Brut-Architektur von Otto Hajek – spektakulär, alles passt hier wunderbar funktional zusammen, selbst die Beleuchtung. 

Darüber lässt sich im Anschluss einen Bericht erstellen.

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Quo vadis: Kunstkritik?

Lehrbeauftragte der Universität des Saarlandes am Institut für Kunstgeschichte im WS 2016/17: „Übung zur Kunstkritik – Ausstellungskritiken beurteilen lernen und selbst verfassen“

Praxistag: Besuch der Ausstellung „Two Measures of Time“ mit den Studierenden in der Stadtgalerie Saarbrücken: hier befinden wir uns im Gespräch mit Klangkünstler Martin Riches. 

Der renommierte Klangkünstler Riches nimmt sich viel Zeit, um den Studierenden und Besuchern seine Maschinenkunst zu erklären. Dieser Ausstellungsbesuch bringt uns nicht nur ins Gespräch mit dem Künstler. Darüber hinaus findet sich im Anschluss die Gelegenheit zum Verfassen einer Ausstellungskritik.

Im Dialog zu Riches: Max Eastleys kinetischen Objekte und Installationen, gleichfalls in der Stadtgalerie ausgestellt.

Im Ausstellungsraum der Kunstakademie Saarbrücken können wir uns ein Bild davon machen, was es heisst, wenn angehende Kuratoren mit Künstlern arbeiten. Sie werden zu „Komplizen“, so lautet jedenfalls der gleichnamige Titel zur Schau.

Auszug aus dem Seminartext: Diese „Übung zur Kunstkritik“ ist dazu angelegt neben den theoretischen Grundlagen vor allem die eigene Schreibpraxis zu fördern – Studierende können daher nach dem Besuch einer Ausstellung ihre eigenen Beiträge, in Form eines Blog-Eintrages, einer Ausstellungskritik, eines Künstler-Interviews oder eines Essays abgeben.

Der Besuch einer Zeitung soll gleichfalls dazu dienen, ihnen Einblick in das Berufsfeld des Kunstkritikers zu vermitteln. Ein Berufszweig, der sich in den letzten Jahren zunehmend gewandelt hat und nicht selten als „tot“ erklärt wird, weshalb auch diese Entwicklung und der ambivalente Status des Kunstkritikers ein Thema unserer Übung sein wird. Ihr kritisches Urteil ist hier erwünscht.