Quo vadis: Kunstkritik?

Lehrbeauftragte der Universität des Saarlandes am Institut für Kunstgeschichte im WS 2016/17: „Übung zur Kunstkritik – Ausstellungskritiken beurteilen lernen und selbst verfassen“

Praxistag: Besuch der Ausstellung „Two Measures of Time“ mit den Studierenden in der Stadtgalerie Saarbrücken: hier befinden wir uns im Gespräch mit Klangkünstler Martin Riches. 
Der renommierte Klangkünstler Riches nimmt sich viel Zeit, um den Studierenden und Besuchern seine Maschinenkunst zu erklären. Dieser Ausstellungsbesuch bringt uns nicht nur ins Gespräch mit dem Künstler. Darüber hinaus findet sich im Anschluss die Gelegenheit zum Verfassen einer Ausstellungskritik.
Im Dialog zu Riches: Max Eastleys kinetischen Objekte und Installationen, gleichfalls in der Stadtgalerie ausgestellt.
Im Ausstellungsraum der Kunstakademie Saarbrücken können wir uns ein Bild davon machen, was es heisst, wenn angehende Kuratoren mit Künstlern arbeiten. Sie werden zu „Komplizen“, so lautet jedenfalls der gleichnamige Titel zur Schau.

Auszug aus dem Seminartext: Diese „Übung zur Kunstkritik“ ist dazu angelegt neben den theoretischen Grundlagen vor allem die eigene Schreibpraxis zu fördern – Studierende können daher nach dem Besuch einer Ausstellung ihre eigenen Beiträge, in Form eines Blog-Eintrages, einer Ausstellungskritik, eines Künstler-Interviews oder eines Essays abgeben.

Der Besuch einer Zeitung soll gleichfalls dazu dienen, ihnen Einblick in das Berufsfeld des Kunstkritikers zu vermitteln. Ein Berufszweig, der sich in den letzten Jahren zunehmend gewandelt hat und nicht selten als „tot“ erklärt wird, weshalb auch diese Entwicklung und der ambivalente Status des Kunstkritikers ein Thema unserer Übung sein wird. Ihr kritisches Urteil ist hier erwünscht.