Museumssammlungen heute

Lehrauftrag an der Universität des Saarlandes/ Saarbrücken / Kunstgeschichtliches Institut
/ 2015

Blockseminar verbunden mit einer Exkursion nach Frankfurt am Main 

Als „Heterotopien der sich endlos akkumulierenden Zeit“ hat Michel Foucault die Museen in seinem Essay „Andere Orte“ einst bezeichnet. Tatsächlich sind die bekannten Maxime eines jeden Museums – das Sammeln, Bewahren, Ausstellen und Vermitteln – heute an konkrete Herausforderungen geknüpft. So stellt sich beispielsweise die Frage nach der Sammlungserweiterung: nach welchen Kriterien werden Werke ausgewählt? Wie und was wird gesammelt?

Frankfurt am Main verfügt über eine facettenreiche Museumslandschaft. Im Rahmen dieses Seminars wollen wir uns exemplarisch mit drei Museen und deren hochkarätigen Sammlungen beschäftigen – erstens: mit dem Museum für Moderne Kunst (MMK 1 und 2), zweitens: dem Städelschen Kunstinstitut (Städel Museum) und drittens: mit dem Museum Angewandte Kunst.

Ziel dieser Übung ist es, Grundlagen der Museumspraxis zu erlernen. Zu diesem Zweck wollen wir uns zunächst der Frage widmen, wie die jeweiligen Sammlungen entstanden sind, wo liegen die Schwerpunkte und wie werden die Werke archiviert? Vor Ort soll der Fokus unserer Betrachtung auch auf den jüngsten Weiterentwicklungen der Häuser liegen. Während die Kunstmuseen – Städel und MMK – ihre Sammlungsflächen erweitert haben, stellt das Museum Angewandte Kunst seit dem Jahr 2014 ein neues Sammlungskonzept vor. Welche Möglichkeiten bzw. Sammlungsprinzipien Museen heute anwenden, um ihre Exponate zeitgemäß zu präsentieren, ist mit anderen Worten Inhalt dieser Übung.

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1. Station: mit den Studierenden im Städel Museum

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3. Station: abschließend im Museum Angewandte Kunst