Potenziell intelligente Materie

Die 30. Ausgabe des Medienkunstfestivals transmediale ist im Haus der Kulturen der Welt in Berlin gestartet – weitere Veranstaltungen bis 5. März 2017.

Einige Eindrücke von der Sonderausstellung“alien matter“. Laut Aussage der Organisatoren ist unter dem Titel eine „vom Menschen gemachte, ihm gleichzeitig radikal fremde, potenziell intelligente Materie“ zu verstehen – das Ergebnis sei eine zunehmende Naturalisierung von technologischen Artefakten, welche als autonome Akteure die zentrale Rolle des Menschen infrage stellen.

Maschine, Mensch, Tier: Einar Yoldas: Artificial Intelligence for Governance, The Kitty von 2016 – bei dieser zukunftsvisionierten Arbeit hat eine Künstliche Intelligenz die Weltherrschaft übernommen. Statt eines furchteinflößenden Gesichtes erscheint Big Brother im Jahre 2039 als niedliche 3D-animierte Katze. Stubentieger übernehmen alsbald die Weltherrschaft? Das Publikum war sichtlich angetan.
Visuell beeindruckend ist der Großteil der Videos, Objekte und Installationen in der Ausstellung. Das kritische Potenzial der insgesamt 30 Arbeiten erschließt sich aber meist erst beim Lesen des Begleitbüchleins. Oder wie würden sie diesen Sessel einordnen?